Als die beiden also die zarten und angenehm milden Salanettis verzehrten, steigen dem Musiker Tränen in die Augen: “Natürlich, wieso habe ich das selbst nicht erkannt?” Robert musste bei dem Satz ein wenig grinsen. “Vielen, vielen Dank, Reisender. Ich glaube, ich habe jetzt verstanden: Talent, Glück, Erfolg, das alles lässt sich nicht so einfach festmachen. Vielmehr kommen diese Dinge ganz von selbst, solange ich auch weiterhin das mache, was mir Freude bereitet – und zwar meine Waisen auch weiterhin in den Gassen erklingen lassen.” Damit machte er sich hüpfend auf und davon, seine Violine fest in der Hand. Als Robert gehen wollte, fragte ihn noch ein Passant: “Um ehrlich zu sein, so schön spielt der Bursche jetzt nicht.” “Nun ja, ein paar Töne könnten besser sitzen”, bemerkte Robert, “aber ich finde seine Melodie dennoch ziemlich hübsch.”

Und damit haben wir Teil 2 von “Robert auf Reisen” nun auch beendet. Aber jetzt macht Robert einmal eine Weile Urlaub in Salzburg. Mal sehen, ob das gut geht …  🤨